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Wohnen und Arbeiten am Tucherpark

Neues Wohn- und Geschäftsgebäude am Englischen Garten

Der Englische Garten München, entstanden Ende des 18. Jahrhunderts, ist heute die größte innerstädtische Parkanlage der Welt. Sckell schuf hier durch natürlich anmutende Formen und Bewegungen eine Landschaft mit ausgewählten Kulissen und durch Vegetation geschaffenen Räumen. Der Tucherpark war ursprünglich Bestandteil dieser Parkanlage, in einem Bereich, der besonders durch die Flussmorphologie der Isar geprägt war.

Hierauf basiert der Freiraumentwurf: Die fließenden Formen, die an die Zonierung einer Flussvegetation angelehnte Bepflanzung und der wieder hergestellte Bezug zum Eisbach. Einzelne Bänder durchziehen in freier, fließender Form das Grundstück. Das Gebäude überlagert diese Formen, gleichsam schwebend oder darauf schwimmend. Die Bänder sind jeweils mit unterschiedlichen Oberflächen oder Vegetationstypen belegt: Vorfahrt und Kiesflächen, Rasenbänder, blühende Bänder aus Hortensien oder dichte Ornamente aus Weiden.

In dieses ‚Grundgerüst‘ der Bänder werden die vielfältigen Nutzungsansprüche an den Freiraum aufgenommen und in das Gestaltungskonzept integriert, so dass eine funktionale und selbstverständliche Erschließung und Nutzung der Freiflächen entsteht. Eingebettet in einen Saum aus Bestandsgehölzen windet sich ein Pfad aus farblich abgestimmtem Asphalt zu den Eingangsbereichen des Wohngebäudes, beidseitig begleitet von Hortensien- und Rasenbändern. Schmale Wege aus Natursteinplatten führen zu den Hauseingängen.

Die große Vorfahrt, ebenfalls aus farblich abgestimmten Asphalt, wird flankiert von niedrigen Pflanzungen und offenen Rasenflächen. Die Überdachung der Tiefgaragenzufahrt wird durch eine flächige Begrünung in das Gesamtkonzept integriert.

Die Weidenbänder setzen sich im Innenhof fort, begleiten den Gartenweg aus Feinkies und integrieren die Spielflächen in ihre ornamentale Formensprache. Zwei Treppen führen über die Rasenböschung hinab zur zweiten Gartenebene auf Niveau des Eisbaches. Punktuelle Baumpflanzungen bilden Akzente, ohne den freien Blick auf den Eisbach zu verstellen.

  • Ort:

    München

  • Bauherr/ Auftraggeber:

    HOCHTIEF Solutions AG, HTP Bayern, München

  • Architekten:

    Hild und K, München

  • Zeitraum:

    2010-14

  • Projektgröße:

    0,9 ha

  • Bearbeitung:

    Regine Keller, Mattias Roser, Margareta Link

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