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Wettbewerb Kommunikationszone Garching

Städtebaulicher Ideen- und Realisierungswettbewerb

Städtebauliche Einordnung

Die „Kommunikationszone Garching“ entwickelt sich nahezu übergangslos aus der vorhandenen Siedlungsstruktur. Vorhandene Größenordnungen werden im Osten des Bestands aufgenommen und weiterentwickelt. Es entstehen zwei unterschiedliche Zonen: Der Boulevard im Norden mit den neuenSchulen und Sporteinrichtungen und der neue Wohnbereich am „Grünen Anger“ im Osten. Der Boulevard bildet die Schnittstelle zwischen Stadt und Campus. Hier reihen sich Schulen und Freizeiteinrichtungen auf, die sich auf beide Bereiche beziehen und mit dem Fahrrad und zu Fuß von Süden und Norden gleichermaßen gut erreichbar sind. Verdichtete Wohnformen, Studentenwohnen und Läden in den Erdgeschossen der Wohnbebauung ergeben zusammen mit den öffentlichen Einrichtungen eine urbane Nutzungsmischung.

Im Osten durchzieht ein Grüner Anger die neuen Wohngebiete. Er schafft eine neue attraktive Wegeverbindung zum Forschungscampus und ist zugleich ein grosszügiger Freiraum für das Wohnen. Offene Zeilen- und Punkthäuser machen das Wohnen im Grünen erlebbar. Die Baufelder am östlichen Ortsrand geben daneben auch Raum für innovative Ansätze im verdichteten Einfamilienhausbau und für attraktive Angebote für Beschäftigte der TUM und Gastwissenschaftler.

Grünraum

Der neue zentrale Freiraum in der Kommunikationszone nimmt die Geländemorphologie der Schotterebene und der Auenlandschaft gleichermaßen auf. Parallel zur Isar entsteht ein grosszügiger Grüner Anger, der eine autofreie Verbindung in Nord-Südrichtung für Radfahrer und Fußgänger darstellt und einen übergeordneten Raum für Spazierengehen und Spielen bietet. Zu den Rändern hin ist der Anger von dichten, hainartigen Gehölzgruppen gesäumt. Zur Mitte hin öffnet sich die Fläche in große Wiesenräume auf denen man ruhen oder spielen kann. Die Wege sind optimale Strecken zum Gassi-Gehen oder zum Joggen im neuen Quartier. In Ost-Westrichtung sind Verbindungen ins vorhandene Quartier bzw. auf das offene Feld Richtung Isar gegeben.

Im Quartier selbst sind die Ost-West verlaufenden Straßen von klaren Baumreihen geprägt. Hier finden sich Straßenbäume wie Robinien und Gleditschien. Im Park herrschen Bäume der Schotterebene wie Eichen, Kiefern und Wildkirschen vor. Die kleinen Platzkarrees sind von Auengehölzen wie der Linde bestanden.

Infrastruktur

Die Erschließung des neuen Quartiers erfolgt über eine neue Anbindung an die B11. Eine Ringstraße erschließt alle Baugebiete und ermöglicht eine einfache und klare Orientierung. Die vorhandene Anbindung an die B11 wird weitergeführt und mit Wohnbebauung in untergeordnetem Maße ergänzt. Sie übernimmt aber keine weitere Erschließungsfunktion für das Wettbewerbsgebiet. Linien- und Schulbusse befahren den Boulevard und werden nach Norden über den Römerhofweg zur Ludwig-Prantl-Straße geleitet. Der Platz am Schwimmbad darf von Bussen befahren werden.
Die Stellplätze für die Schwimmhalle und die Sportflächen werden von Norden über die Ludwig-Prantl-Straße und den Römerhofweg erschlossen.
Die vorhandenen Rad- und Fußwegebeziehungen werden aufgenommen und durch das Quartier geführt. Sie werden ergänzt durch eine weitere Route im grünen Anger.

Das städtebauliche Konzept berücksichtigt die Grundsätze einer nachhaltigen Stadtplanung: Kompakte Baukörper im Geschosswohnungsbau und verdichtete Einfamilienhaustypologien verringern den Energiebedarf. Offene Baustrukturen und südorientierte Baufelder ermöglichen solare Wärmegewinne im Winter. Durchgrünte Wohnquartiere schaffen ein ausgeglichenes Klima im Sommer. Kompakte Baufelder ermöglichen eine wirtschaftliche Fernwärmeversorgung. Ein attraktives und engmaschiges Rad- und Fußwegenetz unterstützt den Verzicht auf motorisierten Individualverkehr.

  • Ort:

    Garching

  • Auslober:

    Stadt Garching

  • mit:

    Böhm Glaab Sandler Mittertrainer Architekten

  • Zeitraum:

    2012

  • Platzierung:

    1. Preis

  • Bearbeitung:

    Regine Keller, Franz Damm

  • 01-schwarzplan.jpg Schwarzplan
  • 02-oepnv.jpg Öffentlicher Personennahverkehr
  • 03-radwege.jpg Radwege
  • 04-nutzungen.jpg Nutzungen
  • 05-modell.jpg Modell
  • 06-aufsicht.jpg Aufsicht
  • 07-lageplan.jpg Lageplan
  • 08-lageplan.jpg Lageplan
  • 09-masterplan.jpg Masterplan

Keller Damm Kollegen GmbH
Landschaftsarchitekten Stadtplaner
Prof. Regine Keller, Franz Damm

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