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Via Culturalis

Interdisziplinäres Workshopverfahren

Stadt befindet sich in ständiger Transformation. Das ist die Genese von Stadt. Wenn man diese Grundbedingung akzeptiert ist klar, dass Stadt und damit auch der öffentliche Raum nie fertig gebaut sind. Dies bezieht sich gleichermaßen auf das Zentrum, als auch auf die Ränder der Stadt. Im historischen Zentrum verlaufen Veränderungen langsamer als am Rand. Der Kern besteht aus sich vielfach überlagernden Schichten. Die Relikte der historischen Areale sind begrenzt. Neuere Räume sind in Ihrer Wirkung/Ausstrahlung oft noch weniger scharf abgrenzbar. Bahnhof, Rundfunk, Museen, Verwaltung, Rhein-Ufer. Geschäftsleute, Bürger, Touristen, Flaneure - Sie schaffen diffuse, sich überlagernde Zonen unterschiedlichster Nutzungen. Die Via culturalis liegt in einem solchen Spannungsfeld. Die bisher erwünschte Kulturmeile von Nord nach Süd- oder umgekehrt, ist bisher nicht ablesbar.

Interventionen im öffentlichen Raum sollen den Prozess der Sichtbarmachung einführen. Stadtmöblierung, Leuchten, Wegweiser, Stadtmarketing, Verkehrszeichen füllen den öffentlichen Raum. Ein übergeordneter Gestaltungsleitfaden ist nicht sichtbar. In einer ersten künstlerischen Überhöhung könnten diese Elemente markiert und farblich herausgehoben werden, um deren Vielfalt aufzuzeigen. Dadurch soll eine Diskussion über deren Gestaltung initiiert werden. Eine weitere Intervention stellen die Modellinseln dar. An ihnen sammeln sich interessierte Besucher der Via culturalis. Hier können Guides gebucht werden die durch die Via culturalis führen und fachkundig über die historischen Orte Auskunft geben. Diese analogen Führer werden ein lebendiger Teil der Via culturalis. Eine weitere Idee zur Schaffung von mehr Aufmerksamkeit ist eine Ballonaktion, die die Via culturalis markiert und sie auch von weitem her sichtbar macht.

Auf der städtebaulichen Ebene wurden 4 Interventionszonen dargestellt. Sie umfassen bauliche Vorschläge für eine Wohnbebauung bei Sankt Maria im Kapitol, eine Neubebauung am Quartermarkt, einen Ersatzbau Am Hof und einen Vorschlag für ein neues Volumen am Kurienhaus mit einer großzügigen Treppenlösung zum Roncalliplatz. Die behutsamen Einfügungen wollen eher weiter- statt neu bauen. Sie stellen keine Revolutionen sondern Evolutionen an den genannten Standorten dar. Die baulichen Vorschläge öffnen Räume, die bisher eher verstellt oder verschossen waren. 

Die Lichtführung entlang der Via culturalis sollte vor allem von der Beleuchtung besonders interessanter Fassaden geprägt sein.

  • Ort:

    Köln

  • Bauherr/ Auftraggeber/ Auslober:

    Stadt Köln

  • Architekten:

    Hild und K, München

  • Zeitraum:

    2013

  • Projektgröße:

    ca. 5,2 ha

  • Bearbeitung:

    Regine Keller, Friederike Meyer-Roscher

  • 01-vc-uebersichtsplan.jpg Via Culturalis - Übersichtsplan
  • 02-vc-aufraeumen.jpg Aufräumen
  • 03-belag.jpg Belag
  • 04-guides.jpg Guides
  • 05-lampen.jpg Lampen
  • 06-ballons.jpg Ballons
  • 07-app.jpg App
  • 08-schrift.jpg Schriftzug
  • 09-ausstellung.jpg Ausstellung
  • 10-lageplan.jpg Lageplan
  • 11-grundrisse-250.jpg Grundrisse
  • 12-perspektive-am-hof.jpg Perspektive am Hof
  • 13-perspektive-quartermarkt.jpg Perspektive Quartermarkt
  • 14-perspektive-ausstellung.jpg Perspektive Ausstellung

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