00-keyvisual.jpg

Meistersingerstraße

Konkurrierendes Workshopverfahren

In der Meistersingerstraße stehen die Baulichkeiten eines Postamts aus den 60er Jahren zur Disposition. Auf dem Grundstück soll ein Gebäude mit Wohn- sowie Dienstleistungs- und Gemeinbedarfsnutzungen errichtet werden.

Das Stadtviertel wird durch die Reste des historischen Ortskerns von Englschalking, sowie durch Geschosswohnungsbau und Einfamilienhäuser geprägt. Die Baukörper einer Großsiedlung mit Gebäuden von vier bis zwanzig Geschossen bestimmen die unmittelbare Nachbarschaft des Grundstücks: Frei gruppiert stehen sie in einem parkartigen, von breit dimensionierten Straßenräumen durchzogenen Umfeld.

Der hochwertige Bestand an Großbäumen und der von Westen kommende Grünzug machen die Qualität des Viertels aus. Ziel ist es, mit dem neuen Gebäude daran möglichst wenig zu verändern, die versiegelten Flächen gering zu halten und so den parkartigen Charakter der Gegend zu bewahren.

Der neue Baukörper ist als Ergänzung zum direkt östlich angrenzenden Hochhaus geplant. Gleichzeitig orientiert er sich aber in Richtung des westlichen Grünzugs und nimmt damit eine eigenständige Position ein. Das Grundstück ist geprägt von einen dichtem grünen Saum. Einzig der derzeitige Vorplatz der Postfiliale im Osten ist nicht komplett mit Bäumen bestanden. Dem Vorplatz gegenüber liegt ein Ladenzentrum mit Treffpunktcharakter. Im Norden befindet sich ein breiter Grünstreifen mit direkter Fußwegeverbindung zum angrenzenden Grünzug Rienziplatz. Entsprechend dieser Umgebungsstruktur werden die Erdgeschoßnutzungen verteilt. Die Postfiliale mit Kundenparkplätzen und Anlieferung orientiert sich in Richtung der übrigen Geschäftsbebauung. Breite Bänder aus Ziergräsern gliedern optisch die unterschiedlichen Nutzungen und Zugänge.

Ein öffentlicher Weg führt durch den dichten Hain aus Kiefern, Kirschen, Eichen, Eschen und Ahornbäumen, vorbei an dem neuen Spielbereich und schließt im Norden an den Grünzug an der Robert-Heger-Straße an. Er trennt den privaten Spielbereich der Kinderkrippe von der öffentlichen Grün- und Spielzone. Der Zugang zur Kinderkrippe erfolgt über den Grünzug im Norden. Das überdimensionierte Profil der Robert-Heger-Straße wird zu einer Wohnstraße mit 5.50m Breite reduziert. Auf der gewonnenen Fläche entstehen neue Stellplätze, die unter anderem zur Andienung der Kinderkrippe dienen.

  • Ort:

    München

  • Bauherr/ Auftraggeber:

    HRG Immobilien GmbH

  • Architekt:

    03 Architekten GmbH, München

  • Zeitraum:

    Workshop 2009, 1.Preis, Bebauungsplanung 2010-11

  • Projektgröße:

    0,48 ha

  • 02-axionometrie.jpg
  • 03-lageplan.jpg

Keller Damm Kollegen GmbH
Landschaftsarchitekten Stadtplaner
Prof. Regine Keller, Franz Damm

Lothstraße 19
80797 München

Tel. 089 248 83 83-0
Fax 089 248 83 83-99
info@keller-damm-kollegen.de

Geschäftsführer Regine Keller, Franz Damm
Amtsgericht München - HRB 193687

Alle Rechte vorbehalten
© 2018