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Innerer Westen, Regensburg

Städtebaulicher und landschaftsplanerischer Planungswettbewerb

Regensburg fehlen innerstädtische Wohnviertel, in denen urbanes Wohnen möglich und attraktiv wird. Es gilt Stadtviertel zu schaffen, die eine lebenswerte Alternative zum Wohnen in der Altstadt und zum Wohnen in suburbanen Siedlungen bieten, damit „Wohnen in der Stadt“ in Regensburg nicht länger „Wohnen in der historischen Altstadt“ bedeuten muss.
Der Innere Westen soll als klassisches städtisches Wohnviertel in unmittelbarer Nähe zu Schloss und Altstadt entwickelt werden. Die für ein Entwicklungsgebiet außergewöhnlich zentrale Lage, die gute Anbindung an die Verkehrsnetze schaffen beste Voraussetzungen für ein modernes, urbanes und familiengerechtes Wohnen im Viertel.

Das Wohngebiet wird in 11 Blocks aufgeteilt. Die 10 Fugen zwischen den Blocks sind als Straßenräume, Quartiersplätze und Grünräume mit unterschiedlichen Qualitäten gestaltet.
Auf siedlungsartige Wohnwege wird verzichtet. Die städtischen Gassen werden durch die geknickten Häuserfluchten seitlich gefasst und bilden die verbindenden sozialen Räume des Viertels. Gleichzeitig setzen sie zentrale Qualitäten des Rahmenplans um und vernetzen die nördlich angrenzenden Stadtviertel mit dem neugeschaffenen Pionierpark im Süden. Die Gestalt der einzelnen Freiräume ist durch die strenge Ordnung der Blöcke und durch die unterschiedlichen Anforderungen des Ortes und der Nutzung bestimmt.

Der Quartiersplatz an der Kumpfmühler Brücke bildet den Auftakt des neuen Quartiers. Die Brückenkopfbebauung mit Einzelhandel und Büronutzungen schützt den Platz vor dem unmittelbaren Straßen und Verkehrslärm. Eine großzügige Passage verbindet den Quartiersplatz mit der Kumpfmühler Straße.

Aufweitungen der Gassen bilden kleine Plätze für die direkte Nachbarschaft und strukturieren gleichzeitig die Verkehrsführung. Je nach Platzverhältnis werden diese als grüne oder steinerne Plätze ausgebildet und ermöglichen so unterschiedliche Nutzungen.

Grüne Gassen verbinden das Quartier mit der nördlichen Nachbarschaft und dem Pionierpark.
Kernelement ist hier die Wehranlage, eine 8m hohe Mauer, die den Park und das Quartier gegenüber der Bahntrasse abschirmt. Der übergeordnete Radweg liegt außerhalb der Befestigung und ermöglicht die schnelle Verbindung ins Zentrum oder in die freie Landschaft. Die Wand wird als längste Kletterwand Regensburgs und zur Gewinnung solarer Energie genutzt. Entlang des Mauerkronenweges ergeben sich verschiedenste Situationen zum Beobachten der außenliegenden Aktivitäten oder dem Trainspotting. Treppen und Rampen verbinden die beiden Bereiche.

Die Modellierung aus dem Aushubmaterial der Baugruben schafft an der Innenseite der Mauer differenzierte Aufenthaltsbereiche. Rasen- und Hartplatz-Bolzplätze im westlichen Bereich, Spielplätze für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen, Liegeweisen und Spazierwege im lärmgeschützten Bereich. Eine großzügige Fußgänger-Promenade verbindet die Erschließungsschleifen zu einem durchgehenden Band.

  • Ort:

    Regensburg

  • Auslober:

    City Objekte München GmbH

  • mit:

    03 Architekten GmbH

  • Zeitraum:

    2011

  • Preis:

    3. Preis

  • Bearbeitung:

    Franz Damm

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Keller Damm Kollegen GmbH
Landschaftsarchitekten Stadtplaner
Prof. Regine Keller, Franz Damm

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