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Hofstatt

Gestaltung der öffentlichen und privaten Höfe

Das Areal zwischen Sendlinger Straße, Hackenstraße und Färbergraben in der Münchner Altstadt wurde jahrzehntelang vom Süddeutschen Verlag genutzt. Nach Wegzug des Verlags wurde für das Gelände eine neue Nutzung konzipiert. Der teilweise denkmalgeschützte Bestand wurde durch Neubauten ergänzt und zu einer neuen innerstädtischen Geschäfts- und Wohnadresse entwickelt: Die Hofstatt, mitten in München.

Das Gestaltungskonzept für die neue Bebauung ergibt eine klare Differenzierung der unterschiedlichen Zeitschichten. Im Erdgeschoss verknüpft eine Ladenpassage die unterschiedlichen Gebäudeteile, in den darüberliegenden Geschossen sind Wohnungen und Büroräume angeordnet.

Insgesamt vier Höfe geben Raum für einen Aufenthalt unter freien Himmel, jeder Hof hat dabei einen ganz eigenen Charakter und ist zugleich Verweilort und Betrachtungsgarten. In den beiden privaten Höfen wurden Spielangebote für Kinder integriert. Die beiden öffentlich zugänglichen Höfe laden zum Verweilen und Pausieren während des Einkaufens ein und bieten Außensitzflächen mit gastronomischen Angebot.

Die privaten Höfe

Hof 1: Das Zusammenspiel aus dunkler Belagsdecke mit Basaltabstreu und leuchtend grünen Gräsern und Bodendeckern, überstanden von einem Hain aus Schlangenhaut-Ahornen, ist das wesentliche Thema dieses privaten Hofes. Durch das besondere Raster der Pflanzung ergibt sich ein kontrastreiches Farbspiel, das seine besondere Wirkung auch bei der Betrachtung aus den oberen Stockwerken entwickelt. Die auffällige Rindenstruktur der Ahornbäume (Acer capillipes) bietet ganzjährig einen besonderen Aspekt.

Hof 2: Eine bewegte Landschaft aus modellierten Dolomitpflasterflächen, gekrönt von prägnant wachsenden Kiefern, zoniert den langgestreckten Hof in Bewegungsflächen und Aufenthaltsorte. Rücken und Flanken der Hügellandschaft sind als Pflanzflächen ausgebildet, eine Mulchdecke aus Basaltschotter steht im Kontrast zu dem hellen Dolomit des Kleinsteinpflasters. Eine Herde hölzerner Schafe und aus der Bewegung der Oberfläche geformte Sandmulden stellen eine in das Gestaltungsbild integrierte Spiellandschaft dar.

Die öffentlichen Höfe

Hof 3: Die besondere Atmosphäre dieses kleinen Hofes wird durch einen skulpturalen Pflanztrog aus Nagelfluh kreiert, der als Monolith auf einem Bodenbelag selbigen Materials liegt und mit Gleditsien bepflanzt ist. Unter deren lockerem Blätterdach bieten die Außensitzmöglichkeiten eines Cafés Raum zum Verweilen und Entspannen.

Hof 4: Der belebte Hof mit großzügigen Außensitzbereichen wird im Norden von der Einkaufspassage flankiert. Der Bodenbelag ist aus Basaltplatten, deren Farbe bei Feuchtigkeit besonders intensiv zur Geltung kommt und dadurch wechselnde Kontraste bietet. Ein mächtiger Solitärbaum, eine über 10 Meter hohe Flügelnuss, lässt nicht erahnen dass die Tiefgaragendecke nur wenig unter der Belagsoberfläche liegt.

  • Ort:

    München

  • Bauherr:

    VVS Vermietungs- und Verwaltungsgesellschaft Sendlinger Straße GmbH & Co. KG, München

  • Entwurf Wettbewerb/ Architektur:

    Meili Peter Architekten, Zürich

  • Entwurf Wettbewerb/ Landschaftsarchitektur:

    Vogt Landschaftsarchitekten, Zürich

  • Architekt:

    CL Map GmbH, München

  • Zeitraum:

    2011-13, LP 5-8

  • Projektgröße:

    1,16 ha

  • Bearbeitung:

    Mattias Roser, Ralf Kuczera

  • Fotograf:

    Jörg Koopmann, München

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