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Gedenk- und Begegnungsstätte ehem. KGB-Gefängnis Potsdam

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb

Der Entwurf beschäftigt sich mit zwei zentralen Themen: Mit der "Ankunft und der Abreise“ der Besucher und mit der Aufbereitung von "Zeit und ihrer Geschichte“.

Das Foyer funktioniert als Schnittstelle zwischen Alltag und Gedenken. Hier kommt der Besucher zur Ruhe. Im Seminarraum wird der Besucher pädagogisch auf den Besuch der Gedenkstätte vorbereitet. Dann gelangt er über ein weißes Schotterfeld zum Kern der Gedenkstätte. Erst jetzt sieht er das Gefängnis, das vorher nur als Ausschnitt zu sehen war, als ganzes.

Das Feld ist ein optisch stiller Raum, das Knirschen der eigenen Schritte bestimmt den Ort. Sitzgelegenheiten fehlen. Einzig eine Bank unter den großen Bäumen schafft einen Ort an dem sich der Besucher zur Besinnung und zum Gedenken zurückziehen kann.

Das ehemalige Gefängnis erscheint auf dem reduzierten Hintergrund des Schotters als Objekt. Die Spuren der Zeit an diesem Gebäude sind deutlich zu sehen. Die nötigen Reparaturen nehmen sich optisch zurück, bleiben aber klar erkennbar, gleich einer antiken Vase, deren fehlende Teile durch neutrale Substanz ergänzt werden. Das neue Gebäude ist ebenso dem Lauf der Zeit ausgesetzt. So ist die Fassade bewittert und wird zur Grünfläche. Das Gefängnis und seine Einfriedung, die Hecke und das Eingangsgebäude, zeigen die spuren der Vergänglichkeit und bewahren die Erinnerung.

  • Ort:

    Potsdam, Berlin

  • Auslober:

    Evangelisch-Kirchlicher-Hilfsverein

  • mit:

    Brune Architekten, Berlin

  • Zeitraum:

    2006

  • Platzierung:

    1. Preis

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