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Wettbewerb Katharina-von-Bora-Straße 8a

Nichtoffener Realisierungswettbewerb zum Neubau von Wohnungen

Transformation
Der gewerblich geprägte Hofraum an der Katharina-von-Bora- Straße wird zum Wohnhof. Eine Transformation an der die gesamte Nachbarbarschaft teilhat und aufgewertet wird.
Der vorgeschlagene Baukörper bildet einen klaren Hof – durch die volumetrische Ausformulierung setzt sich die Struktur jedoch von einer klassischen Blockrandschließung ab, wo die Einhaltung der Baulinien und Baufluchten lineare Lösungen erfordern.
Die blockähnliche, aber auch hinterhofartige Struktur wird geschlossen. Das Verspringen der Bauflucht, aber auch der Wechsel in der Geschossigkeit trägt dieser besonderen Lage Rechnung.
Der nördlich entstehende Freibereich wird folgerichtig nicht als städtischer Straßenraum, sondern als räumlich abwechslungsreiche Vorzone für die Wohnbebauung, ausgebildet.

Das Gesicht zur Stadt
Das neue Wohnhaus zeigt sich mit seiner fünf- bis siebengeschossigen Volumetrie selbstbewusst in Richtung Stadt.
Durch die teilweise aus der Flucht nach Norden vorgerückte Gebäudegeometrie entsteht ein subtiler visueller Bezug zur Katharina-von-Bora-Straße, der die neue Bebauung wahrnehmbar in der Stadt verankert. Die dennoch ruhige Volumetrie und Gliederung der Fassade nimmt sich gegenüber der zahlreichen öffentlichen Gebäuden der Umgebung in Höhe und Präsenz zurück und gliedert sich in die bestehende städtebauliche Struktur ein.

Wohnen aus der Mitte
Klassische Vorstellungen bürgerlichen Wohnens der Jahrhundertwende werden aufgegriffen und erfahren eine zeitgemäße Umsetzung. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, für alle Wohnungstypen adäquate Wohnqualitäten zu schaffen. Alle Wohnungen verfügen über Terrassen oder Loggien nach Süden, Westen oder Osten.
Der vorgeschlagene Wohntypus organisiert sich mit seinen Haupträumen um eine Diele. Wie ein „Nukleus“ wird dieser Raum zum Empfangsraum, Treffpunkt, Spielzimmer – zum Herz der Wohnung. Zugleich zoniert die Diele die Wohnung in einen Individual-und Gemeinschaftsbereich, eine Qualität, die insbesondere den großen Familienwohnungen zuträglich ist.

Nachbarschaft
Dem Potential der guten Lage im Stadtkern Münchens wird durch eine maximale Ausnutzung des Baurechts Rechnung getragen. Durch eine gezielte Einstreuung der geförderten Werkswohnungen wird eine angenehme soziale Mischung erreicht. Eine variable Grundrissstruktur mit schaltbaren Zimmern, die flexibel auch als Wohnküchen genutzt werden können, bietet Spielraum und Anpassungsmöglichkeiten für verschiedenste Wohnungsschlüssel und Fördermodelle. So ensteht eine lebendige, aktive Nachbarschaft, die gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet innerhalb einer Struktur verschiedenste Lebensmodelle und –vorstellungen zu vereinen.

Freiraumgestaltung
Im Hinblick auf die geringe Freiflächenversorgung des umgebenden Innenstadtraumes wird besonderer Wert auf die Gestaltung der gemeinschaftlich genutzten wohnungsnahen Grünflächen der Wohnbebauung Katharina-Bora-Straße gelegt.
Im Norden erfolgt die Adressbildung und Zuwegung der einzelnen Erschliessungskerne durch eine Pflanzfläche aus Johannisbeersträuchern. Der Baumbestand aus Platanen und einem Spitz-Ahorn wirkt identitätsstiftend und wird durch die Pflanzung von Feld- Ahornen und Hainbuchen im Übergang zu den nördlichen Nachbarn ergänzt.
Der geschützte Innenhof wird durch eine innenliegende und vielseitig nutzbare Rasenfläche, dem sogenannten Kirsch-Anger charakterisiert. Zierkirschen bereichern den Grünraum durch die rosafarbene Blüte und goldgelbe Herbstfärbung. Frei arrangierbare Sitzmöbel laden auf der Rasenfläche und den angrenzenden Wegeflächen zum Verweilen ein. Der Kirsch-Anger, der im Osten und Westen durch Mauerscheiben gefasst wird, umfasst auch den Kinderspielbereich. Die Mauerscheiben dienen gleichzeitig als Rückenlehne für die angelagerten Sitzbänke.
Im Osten schließt ein Baumhain aus Schwarzkiefern und Himalaya- Birken den gemeinschaftlich genutzten Freibereich räumlich ab. Hier bietet sich eine angenehme Rückzugsmöglichtkeit für die zukünftigen Bewohner. Westlich des Kirsch-Angers erweitert der flache Wasserspiegel durch temporär aus Bodendüsen kommenden Fontänen den Spielbereich und wertet den Hofraum auf.
Die vielseitig nutzbare Freifläche des Innenhofes bietet einen geschützten und privaten Rückzugsort, verzahnt sich aber mit der Umgebung und der im Norden angelagerten Parkanlage. Private Loggien und Dachgärten erweitern den gemeinschaftlich nutzbaren Freiraum.

  • Ort:

    München

  • Auslober:

    SWM Stadtwerke München

  • mit:

    03 Architekten GmbH, München

  • Zeitraum:

    2013

  • Platzierung:

    2. Preis

  • 02-schwarzplan.jpg Schwarzplan
  • 03-grundriss.jpg Grundriss
  • 04-lageplan.jpg Lageplan
  • 05-schnitte-und-ansichten.jpg Schnitte und Ansichten
  • 06-fassadendetail.jpg Fassadendetail
  • 07-vogelperspektive.jpg Vogelperspektive

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